Patienten Info Tag am 26.11.2016

04.12.2016 22:55

Patienten Info Tag

Rheuma-Ambulanz der Kinderklinik Tübingen 26.11.2016

Große Klappe erwünscht

Was für Laien etwas seltsam anmutet, ist für die Jungen Patienten der Rheuma-Ambulanz Tübingen  ein wichtiges Soll. Nicht nur, um große Töne zu spucken, hier geht es vielmehr um das Kiefergelenk, das nur intakt ist, wenn der Mund weit genug geöffnet werden kann. So spricht die Physiotherapeutin Frau Wahrlich vom UZP (Universitätsklinikum Zentrum für Physiotherapie) ein bekanntes Problem beim kindlichen Rheuma an.

Der Patienten Info Tag birgt noch so manche Erkenntnisse, die die vielen Zuhörer und Gäste aufhören lassen. So spricht Frau Wahrlich über die vielen Probleme der rheumatischen Erkrankungen im Kindheits-und Jugendalter, aber auch über das Ganzkörper Screening und die Übungen, die der Diagnostik dienen. Anhand eines Jugendlichen aus dem Zuhörer Raum, stellte sie anschaulich dar, welchen Übungen und Bewegungen sich die Therapeuten zur Diagnosestellung bedienen.

Mit einem anderen Thema befasst sich Frau Digel. Sie ist Ergotherapeutin und konnte in ruhiger und anschaulicher Art die Arbeitsweise und die Übungen, die für Rheuma Patienten infrage kommen, darstellen. Auch sie arbeitet Hand in Hand mit jungen, an Rheuma erkrankten Kindern und Jugendlichen

Bei der Vorstellung der Rheuma-Ambulanz wird deutlich, wie eng das Team zusammenarbeitet.Ärzte,Schwestern,Therapeuten und auch der Förderverein für an Rheuma erkrankte Kinder * FÖHREkids*  tauschen sich untereinander aus, und pflegen einen vertraulichen Kontakt zu den jungen Patienten und ihren Angehörigen.Frau Gabriele Erbis vom Psychosozialen Dienst der Kinderklinik berichtete vom Erfolg der Gingko Tour und dem aktuellen Stand des Transitions Projektes der Klinik.

Bei Kaffe, Kuchen und Snacks konnten sich an diesem Nachmittag alle Patienten, Patientinnen und Angehörigen mit den Mitarbeitern der Rheuma-Ambulanz austauschen.Auch der Kontakt  untereinander, also der betroffenen Familien, wurde rege in Anspruch genommen. Die Kinder wurden wunderbar betreut und konnten sich im Spielzimmer nach Herzenslust austoben, bei der Luftballon Modellage zuschauen und sogar selber Hand anlegen.

Verschiedene Infostände samt Fachpersonal standen den gesamten Nachmittag zur Verfügung. So auch Fr. Eva Schnabel von der Klinikschule, Frau Baldischwiler-Wysr von der Firma medac und Frau Wahrlich mit ihrer Kollegin von der physiotherapeutischen Abteilung und nicht zuletzt der Förderverein FÖHREkids, der mit einer farbenfrohen Präsentation auftrat und den Gästen anschließend mit Rat und Tat beiseite stand.

An Rheuma erkrankte Kinder und Jugendliche tragen ihr Leid weitgehend unbemerkt, haben keine Lobby und sind nicht im Brennpunkt öffentlicher Anteilnahme. Hier braucht es wiederum eine * große Klappe * um ein stärkeres Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Lebenssituation für an Rheuma erkrankte Kinder und Jugendliche zu erlangen.